FV! Neapolitania zu Neustadt 1896. Selbst wenn alle Stricke reißen - es gibt Verbindungen die halten.

Gaststätte "Grüntal"

Gesellschaftshaus Grüntal

Eigentümer: Familie Patzelt

Hermann-Löns-Weg 1
96465 Neustadt bei Coburg

Telefon: 09568 / 8971070

>> Wegbeschreibung

Gesellschaftshaus Grüntal – Der ganze Stolz der Grüntalgesellschaft

Das Gesellschaftshaus Grüntal, idyllisch gelegen am Fuße des Muppbergs in Neustadt bei Coburg, ist der ganze Stolz der Grüntal-Gesellschaft Neustadt. Diese Vereinigung Neustadter Bürger stellt ihre gesamte Kraft in den Erhalt und die nachhaltige Verschönerung und Modernisierung dieses wunderbaren Anwesens. Das Haus bildet den natürlichen Mittelpunkt des Vereinslebens für die Grüntaler.

Für Neustadter und auswärtige Gäste stellt das Haus und die dort beheimatete Gastronomie einen zentralen Anlaufpunkt für eine gemütliche Einkehr nach einem Spaziergang auf dem Muppberg, für Familien-, Vereins- oder Firmenfeierlichkeiten.

Der neu renovierte Saal fasst problemlos bis zu 150 Personen, der Biergarten darf sich wohl „schönster Biergarten Neustadts“ nennen. Der alte Baumbestand und die großzügige Anlage garantieren Erholung und Genus an heißen Sommertagen. Im Winter bietet das Haus die ideale Einkehrmöglichkeit nach einer Rodelpartie auf der direkt daneben gelegenen Rodelbahn der Stadt Neustadt.

Die Geschichte der Grüntalgesellschaft

Der Beginn des 19. Jahrhunderts – einer Epoche tief greifender Umbrüche – nämlich der Übergang von der “ständischen Gesellschaft“ zur “bürgerlichen Gesellschaft“ war auch die Geburtsstunde der Grüntalgesellschaft. Einer Gesellschaft, die keinem anderen Zweck als dem zwanglosen, geselligen Miteinander dient.

Man traf sich zunächst am Fuße des Muppbergs, wo sich vom Schützenplatz aus ein freundliches grünes Tal in den Berg hinein schiebt, zum gemeinsamen Essen und Trinken, munteren Spielen und heiterem Tanz. Bei unfreundlichem Wetter bot ein bescheidenes Holzhäuschen Schutz. Häufig hatte man Gäste aus den benachbarten Städten Coburg und Sonneberg. Auch die Coburger Herzogsfamilie Herzogin Auguste und Herzog Ernst I waren häufig zu Gast im Grüntal. Als die bescheidene Laube zu klein wurde, beschoss man den Bau eines neuen Gebäudes auf dem Sandhügel oberhalb der bisherigen Bedachung.

1819 wurden die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, dem Coburger Herzogshaus, aufgenommen. Dies gilt seither als Geburtsstunde der Grüntalgesellschaft.

In der Folgezeit konnte die “Vereinsgesellschaft“ einen erfreulichen Mitgliederzulauf verzeichnen und ein Gebäude mit Kegelbahn ihr Eigen nennen. Durch den politischen Umbruch 1848 kam die Gesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten und wurde aufgelöst. Das Grundstück wurde von einem ehemaligen Mitglied erworben, der es 1849 der neu gegründeten Grüntalgesellschaft wieder zum Kauf anbot.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchsen Haus und Gesellschaft und 1907 erhielt das Grundstück die noch heute vorhandene Steinmauer zum Hermann-Löns-Weg.

Am 14. September 1908 brannte das Haus komplett nieder. Der Wiederaufbau wurde sofort in Angriff genommen und Ende 1909 konnte das neue Gebäude eingeweiht werden und besteht im Kern bis heute.

1919 mietet sich die Ferienverbindung Neapolitania im Grüntal ein und nennt dieses Haus bis Heute ihre “Konstante“, also ihr dauerhaftes Domizil.

Mitte der 20er Jahre wird das bis dahin nur für Mitglieder und Gäste der Grüntalgesellschaft geöffnete Haus für die Allgemeinheit zugänglich. In den 30er Jahren wurden mehrere Anfragen der Firma Siemens zum Verkauf des Hauses abgelehnt. Während des zweiten Weltkriegs wird der Saal erst von der Deutschen Wehrmacht, dann von US Streitkräften belegt.

Nach dem Krieg kann die Gesellschaft erneut einen erfreulichen Mitgliederzulauf verzeichnen und die Zeit der permanenten Erneuerung, Verschönerung und Modernisierung beginnt und dauert noch immer an. Nachdem das Haus in der Mitte des 20sten Jahrhunderts zu klein wird erfolgt der Anbau am Gastraum und die Vergrößerung der Küche. In dieser Form besteht das Haus seitdem bis heute.