Farbenlied
1. Wo uns uns’re Farben winken mit dem weiß-grün-gold’nen Strahl, Greifen wir, um Kraft zu trinken, zu dem schäumenden Pokal. Brüder, das, was wir gewollt, heißt in Farben: Weiß-Grün-Gold!
2. In der Welt sich stets erzeige fleckenlos der Ehre Schild, Und wo grüßend man sich neige, silbern sei des Herzens Bild. Und wie sonst der Farbe Preis, immer sei der Grundton: Weiß!
3. Hoffnungsvoll ergrünt die Laube, wenn des Frühlings Lüfte weh’n. Unsern Bund erfüllt der Glaube, daß wir treu im Kampfe steh’n. Dies, sein Wachstum und Erblüh’n, kündet uns des Banners Grün! | 4. Bronze war in alten Zeiten bei den Helden hoch geehrt; Aber will man heute streiten, zieht man flugs sein stählern Schwert. Doch bei allem, was uns hold, gilt uns Deutscher Treue Gold!
5. Unser sind die deutschen Gauen, dein sind wir, du Vaterland. Drum sind wir in Kampf und Grauen treu bei dir mit Herz und Hand. Und wenn’s in der Welt auch grollt, Schwarz-Weiß-Rot und Weiß-Grün-Gold!
Wilhelm Johnsen
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