FV! Neapolitania zu Neustadt 1896. Selbst wenn alle Stricke reißen - es gibt Verbindungen die halten.

Tradition verbindet. Seit 1896...

Die Ferienverbindung Neapolitania zu Neustadt ist seit 1896 ein Zusammenschluss von Schülern und ehemaligen Schülern des Arnold-Gymnasiums Neustadt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Freundschaften zu fördern, die über die Schulzeit hinaus Bestand haben. Aus diesem Grunde organisieren wir die unterschiedlichsten Veranstaltungen, zu denen immer wieder Bundesbrüder aus nah und fern zusammenkommen. Wir bieten allen Mitgliedern unseres Bundes gegenseitige Hilfe in Schule, Studium und Beruf, die Möglichkeit, einen großen und Generationen übergreifenden Freundeskreis zu erschließen sowie zahlreiche gemeinsame Unternehmungen. Dabei können wir auf eine 119 Jahre währende Tradition zurückblicken. Wir sind, politisch und konfessionell ungebunden, die Verbindung zu Neustadt und zur Schule!

§1 der Statuten - Der Zweck der Neapolitania

Die Neapolitania ist eine farbentragende, nichtschlagende Ferienverbindung und hat den Zweck, Freundschaft, Geselligkeit und die Pflege deutschen Wesens unter den Mitgliedern zu fördern.

Zirkel

Monogramm aus Buchstaben das als Symbol der Verbindung steht.

Ein Erkennungszeichen und damit Symbol jeder Verbindung ist ihr Zirkel. Der Name rührt vom lateinischen "circulus" her, d. h. "der Kreis".

Unser Zirkel bedeutet "Die Neapolitania möge leben, wachsen und erblühen", auf Latein:"Neapolitania vivat, crescat, floreat!". Er besteht aus den verschlungenen Anfangsbuchstaben des genannten lateinischen Satzes, nämlich "N", "v", "c" und "f".

Das Ausrufungszeichen steht für "in aeternum", d. h. "in Ewigkeit". Weiterhin ist es ein Symbol dafür, dass die Verbindung eine Aktivitas besitzt. Bei Korporationen, deren Aktivitas vertagt ist und die lediglich noch aus dem Altherrenverband bestehen, fehlt das Ausrufungszeichenfolglich oftmals.

Wappen

Meist ein viergeteilter Schild, dessen Felder mit der für die Verbindung typischen Idenditätssymbolen gefüllt werden. 

Das Wappen der Neapolitania besteht aus einem in vier Felder eingeteilten Schild mit einem Herzschild in folgender Anordnung (vom Beschauer aus gesehen): Das Feld links oben enthält die Farben des Kaiserreiches von 1892 Schwarz-Weiß-Rot, das Feld rechts oben zwei gekreuzte Schläger und das Gründungsdatum 30.08.1896. Links unten befindet sich das Neustadter Wappentier, der Meißener Löwe, und rechts unten die Landesfarben des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha, Grün-Weiß. Auf dem Herzschild sind die Bundesfarben Weiß, Grün, Gold sowie der Zirkel angeordnet, den Rand des Schildes ziert der Wahlspruch "Dem Bunde treu und treu dem Vaterland".

Geschichte

Die Ferienverbindung Neapolitania zu Neustadt wurde am Sonntag, 30. August 1896 in der alten Neustadter Gastwirtschaft „Bergschlößchen“ gegründet.

Zu Beginn des Jahres 1915 bestand die Verbindung aus etwa 50 Männern, was für einen so jungen Bund eine stattliche Anzahl darstellte.

Im Jahr 1919 bezog die Ferienverbindung Neapolitania ihre Konstante „Grüntal“, welche bis heute den festen Treffpunkt im Verbindungsleben für eine Vielzahl von Veranstaltungen bildet.

Um in den Zeiten des Nationalsozialismus einer Gleichschaltung zu entgehen, entschloss sich der Burschenconvent Mitte 1933 das Verbindungsleben komplett einzustellen.

Im Herbst des Jahres 1948 trafen sich erstmals nach dem Ende des zweiten Weltkrieg einige Alte Herren der Neapolitania in der Konstanten „Grüntal“ wieder und beschlossen die Rekonstitution ihrer Ferienverbindung. Bereits im Januar 1949 trug das Wiederaufleben die ersten Früchte und man konnte zehn neue Bundesbrüder in seinen Reihen begrüßen.

Am 20. Januar 1949 konstituierte sich mit der „Vereinigung alter Neapolitanier“ ein Altherrenverband, dessen ausschließlicher Zweck es ist, die Aktivitas in ideeller und materieller Hinsicht zu fördern.

Eine der ersten Höhepunkte nach der Rekonstitution war das 60. Stiftungsfest im Jahre 1956. 73 Bundesbrüder stark war die Verbindung bereits damals wieder.

Ende der fünfziger bis Anfang der sechziger Jahre fiel die Neapolitania in einen erneuten Dornröschenschlaf. Zu überhastet hatten die verbliebenen Alten Herren es aufgegeben, die jungen Bundesbrüder mit den Traditionen des Bundes eingehend vertraut zu machen, sodass etliches mit dem Tod der älteren Generation in Vergessenheit geriet und nach und nach ein Stück Identität der Neapolitania verloren ging.

Zum 68. Stiftungsfest im Jahre 1964 verzeichnete die Neapolitania jedoch wieder stetigen Zuwachs an neuen Mitglieder, die allesamt aus dem ersten Abiturjahrgang der hiesigen Oberrealschule, dem heutigen Arnold-Gymnasium, rekrutiert werden konnten.

In den Folgejahren beschränkte sich das Verbindungsleben jedoch weitestgehend auf Damen- und Gästekneipen, Stiftungsfeste und Weihnachtskneipen, womit das Verbindungsleben nahezu zum Erliegen kam.

Ein reger Zustrom an jungen Bundesbrüdern führte jedoch Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre dazu, neue Veranstaltungsformen in das Semesterprogramm einfließen zu lassen. So realisierte man im Jahr 1977 die Neap-Rallye als eine Art verbindungsbezogener Orientierungsfahrt und im Jahr 1979 die Neapiade, welche beide bis heute feste Bestandteile im Verbindungsleben der Neapolitania darstellen.

Ende der siebziger Jahre hatte die Neapolitania faktisch den Wandel von einer reinen Ferienverbindung zur Schülerverbindung vollzogen. Ohne dabei die traditionellen Kneipen, Comment und verbindungsspezifischen Riten zu vernachlässigen, wurden gesellige Veranstaltungen nicht nurmehr in den studentischen Ferien, sondern über das ganze Jahr verteilt angeboten. Der Erfolg stellte sich alsbald ein, und so konnte man am 27. Dezember 1979 zur Weihnachtskneipe auf eine Corona von 80 Anwesenden Bundesbrüdern blicken.

Ab dem Jahre 1983 verlangsamte sich allerdings der Aufschwung der Vorjahre wieder und die Neapolitania blickte wieder schwierigeren Zeiten entgegen.

Erst wieder im Jahr 1989 erlebte die Neapolitania durch beständige Keilarbeit einen regelrechten Ansturm an jungen Bundesbrüdern, sodass die damalige Chargia zum 93. Stiftungsfest mit 14 neuen Füxen einen stattliche gefüllten Fuxenstall der Festcorona präsentieren konnte.

Am 22. März 1991 beschloss die Neapolitania nach längerer Diskussion, ein Fuxenband für die neuen jungen Mitglieder einzuführen. Dieses trug zunächst die Farben Weiß-Grün - das Privileg, die dritte Farbe Gold tragen zu dürfen, sollte den Burschen vorbehalten bleiben. Wenig später erfolgte allerdings der Wechsel der Fuxenfarben in Grün-Weiß, eine Reminiszenz an die Farben des alten Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha, welches ja auch im Wappen der Neapolitania ihren Niederschlag gefunden hatte.

Vom 2. bis 6. Oktober 1996 feierte die Ferienverbindung Neapolitania zu Neustadt ihr 100. Gründungsjubiläum und konnte dabei eine Großzahl an Bundesbrüdern aus nah und fern sowie eine Vielzahl von Gästen begrüßen.

Am 15. Februar 1997 fanden sich in der Konstanten „Grüntal“ Vertreter der fünf Schüler- und Ferienverbindungen im Coburger Raum zusammen, um nach der Durchführung des ersten Fünf-Farben-Kommerses im Januar des gleichen Jahres in Coburg unter dem Vorsitz der Schülerverbindung Casimiriana, die Gründung einer Interessengemeinschaft zu vereinbaren. Daraus resultierte die Gründung des CVC, der Coburger Vertreter Konvent, dessen Zweck es war Kontakte unter den beteiligten Bünden zu pflegen.

Im Juni 1998 nahmen die Chargierten der Neapolitania im historischen Festumzug zum 750. Stadtjubiläum der Stadt Neustadt teil.

Wie so oft in der Geschichte der Neapolitania setzte auch am Ende des letzten Jahrtausends eine Nachwuchsflaute ein, die erst nach knapp drei semestriger Flaute durch die Gewinnung eines neuen jungen Bundesbruders beendet werden konnte.

Seither gab es in der jüngeren Geschichte der Neapolitania immer wieder Rückschläge, von denen man sich aber nicht entmutigen lies. Mittlerweile steht die Ferienverbindung wieder auf gesunden Füßen und blickt frohen Mutes auf das 120. Stiftungsfest im Jahr 2016.

Arnold-Gymnasium

Das Arnold-Gymnasium Neustadt bei Coburg versteht sich als eine Schule, in der Schülerinnen und Schüler nicht nur fundiertes Fachwissen erlernen sollen. Ziel ist eine möglichst umfassende Persönlichkeitsbildung entsprechend dem Auftrag der Bayerischen Verfassung. Großen Wert legt man im "AG" deshalb auf ein breites Spektrum von Betätigungsfeldern außerhalb des regulären Unterrichts, in denen Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein verlangt und damit auch gefördert werden. So liegen viele Aufgaben bei der Bewirtschaftung des Schul- und Forschungsgartens, bei der Erstellung der Schülerzeitung ‚Olymp’, bei dem Betrieb des Schülercafes oder bei der Produktion des Fernsehmagazins ‚KidsNews’ – um nur einige Beispiele zu nennen - in Schülerhand.

Zur Zeit besuchen das Arnold-Gymnasium über 850 Schülerinnen und Schüler aus Neustadt, Rödental, Sonnefeld und Weidhausen.

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